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Eine Einführung in AMP

Hey, Webseiten-Betreiber!

Es gibt endlich wieder eine neue Technologie, die uns von den großen (Google) auferlegt wird und die wir Webseitenbetreiber umsetzen sollen! Juhu…

Zum Anfang. Ich selber habe viel Fleiß in die Erstellung meines Online-Shops gesteckt. Die ganzen Produkte, Texte, Bilder. Aber irgendwie habe ich mich immer geärgert, weil alle Tools zur Ladezeit auf Mobilgeräten immer eine schlechte „Diagnose“ für mich parat hielten (danke, Google PageSpeed Insights). Da ich mich selber lieber um die strategische Entwicklung meines Geschäfts kümmere (und nicht um die Technik), musste ich mir immer von meinem Marketingberater folgendes anhören: „Ich sehe bei Analytics, deine Conversion auf Mobilgeräten ist zu schlecht! Tu was! Ich habe da von einer neuen Technologie gehört. Frag mal deinen Webentwickler nach AMP…“.

Eine Einführung in AMP (Accelerated Mobile Pages)

Da im Internet immer mehr Benutzer die Google Suche von mobilen Endgeräten aus ansteuern und nutzen, wurden die Accelerated Mobile Pages, auch AMP genannt, ins Leben gerufen. Das Accelerated Mobile Pages Projekt kann von der Öffentlichkeit seit 2016 genutzt werden und hat das Ziel, Webseiten für mobile Endgeräte noch schneller zu laden und dem Nutzer eine gute Erfahrung zu bieten. Das hört sich toll an!

Mein Marketingberater sagt:
„Es ist immer gut, seine Seiten für mobile Nutzer zu optimieren. Wenn eine Seite nicht innerhalb von drei Sekunden geladen ist, verlassen normalerweise bereits 40 % der Besucher die Seite wieder. Durch eine gute Benutzerfreundlichkeit und kurze Ladezeiten gibt es eine deutlich geringere Absprungrate und somit mehr Leute, die sich mit dem Inhalt der Seite beschäftigen. Eine schnelle Ladezeit ist aber auch wichtig für Google, da die Ladezeiten einer Webseite mit in das Ranking der Google-Suchergebnisse einfließen.“

Die Magie hinter AMP

Durch AMP wird die Ladezeit von mobilen Seiten um 15 % bis 85 % reduziert. Das wird unter anderem durch eine kleine Einschränkung der Gestaltungsfreiheit erreicht und es ist nur eine begrenzte Auswahl von HTML und CSS Elementen verfügbar, mit denen die mobilen Seiten so schnell und unkompliziert wie möglich geladen werden. Lange HTML-Tags werden, wenn möglich, gekürzt und nur solche verwendet, die für eine mobile Seite geeignet sind. Auch für JacaScript gibt es große Einschränkungen und es darf nur die AMP JavaScript Bibliothek genutzt werden. Es kann also gut passieren, dass mit JavaScript programmierte Elemente wie Social-Share-Buttons nicht mehr richtig dargestellt werden.

Toll! Ich soll also auf meiner Webseite auch noch Elemente entfernen, dachte ich zunächst. Aber es ist trotz ein paar Einschränkungen meistens weiterhin möglich, seine mobilen Seiten mit AMP individuell zu gestalten und sein Corporate Design zu übernehmen. Nur bei wirklich aufwendigen Seiten muss eventuell ein neues Layout für die AMP Seiten angelegt werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die AMP Seiten auf Google Servern gespeichert werden. Die Seite wird dann über den Cache von Google abgerufen und ist unabhängig vom eigentlichen Server der Webseite. Die Seite wird im Google Cache weiter auf Schnelligkeit optimiert und es werden beispielsweise unnötig große Bilder auf die optimale Bildgröße verkleinert.

Die Vorteile von AMP

Für die Besucher macht sich ein deutlicher Geschwindigkeitsanstieg bemerkbar und die kurzen Ladezeiten sorgen für eine niedrigere Absprungrate. Google lädt den sichtbaren Teil der Artikel schon bevor der Besucher überhaupt auf eine AMP Seite klickt. Diese Methode nennt sich „Prerendering“ und führt zu einer unglaublich schnellen Ladezeit, da der sichtbare Inhalt schon vor dem Seitenbesuch geladen ist.
AMP Seiten haben in den Google Ergebnissen klare Vorteile. Die Seiten werden in den Suchergebnissen nicht nur wegen einer kürzeren Ladezeit nach oben gestuft, sondern sie werden auch noch durch das grüne AMP Symbol hervorgehoben. Das sorgt für Aufmerksamkeit und letztendlich für mehr Seitenaufrufe durch die organische Google-Suche.

Da AMP nur auf mobilen Seiten funktioniert, können die Platzierungen der organischen Suchergebnisse für die Desktop-Version und die mobile Ansicht unterschiedlich sein. In den mobilen Suchergebnissen werden die Seiten durch AMP wahrscheinlich höher platziert werden, was zu einem leichten Anstieg an mobilen Nutzern führen wird.

AMP und Werbung

Die meisten Webseiten möchten einen Gewinn erzielen, was sich durch Werbung recht einfach realisieren lässt. Auch wenn man AMP Seiten erstellen möchte, kann trotz der Einschränkungen Werbung platziert werden. Da eine AMP Seite keine Features wie Sidebars, Social-Share-Buttons oder Formulare darstellen kann, fokussiert sich der Leser viel eher auf den Inhalt und die dortige Werbung, da er nicht durch zusätzliche Elemente „abgelenkt“ wird. Viele AMP Seiten werden so optimiert, dass die Werbeanzeigen nutzerfreundlich angezeigt werden und sind viel mehr an der Präsentation der Werbung ausgerichtet, als es bei der normalen mobilen Version der Fall war. Viele Anzeigen-Netzwerke stellen deshalb inzwischen Anzeigen zur Verfügung, die perfekt auf AMP optimiert sind.

Das AMP Nutzer-Tracking

Um seine Besucher besser zu verstehen, kommt das sogenannte Tracking zum Einsatz. Mit Tracking lässt sich feststellen, woher die Besucher kommen und wie sie sich verhalten. Das ist natürlich weiterhin notwendig und wichtig, damit man seine AMP Seiten immer weiter optimieren und auf seine Besucher eingehen kann.

Webseiten mit AMP optimieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man seine Webseite AMP optimieren kann. Eine einfache Option ist es, zwei verschiedene Versionen seiner Webseite zu erstellen. Die eine Version ist die originale mobile Version der Webseite, die der normale Seitenbesucher angezeigt bekommt. Die zweite Seite wäre die AMP-Version dieser Webseite, die man über die Google-Suche aufrufen kann.

Ist AMP sinnvoll?

Letztendlich haben wir Webseitenbetreiber in der Regel immer die Absprungrate, das Ranking und (sofern wir etwas verkaufen) die Conversion-Rate im Auge. Die Umstellung auf AMP ist je nach Webseite unter Umständen mit überschaubarem Aufwand machbar. Ich kann jedem nur empfehlen, zumindest darüber nachzudenken, und sich hinsichtlich Ladezeiten beraten zu lassen! Der Butterfly-Effekt, der durch besseres Ranking und mehr Conversion kommen kann, ist jedenfalls nicht zu unterschätzen.